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Aktuelles

Werden Kosten für Fenstertausch ersetzt?

Donnerstag, 06. August 2015 um 19:00 Uhr

GdW Beraterin RA Mag. Sigrid Räth in der Kleine Zeitung

Wir haben in unserer Eigentumswohnung die Fenster auf eigene Kosten ausgetauscht, weil das damals so beschlossen wurde. Jetzt heißt es plötzlich, der Austausch erfolge auf Kosten der Allgemeinheit. Wie bekomme ich jetzt meine Aufwendungen ersetzt?

Dazu erklärt unsere Expertin Mag. Sigrid Räth von der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer: Wenn ein Miteigentümer Aufwendungen gemacht hat, die die Eigentümergemeinschaft hätte machen müssen, steht ihm ein Ersatzanspruch gegen die Gemeinschaft zu. In einem solchen Fall ist es sinnvoll, auf die Fassung eines Mehrheitsbeschlusses hinzuwirken, der eine Refundierung dieser Kosten an die einzelnen Eigentümer zum Inhalt hat. Voraussetzung für diesen Anspruch ist, dass der Austausch der Fenster notwendig war. Sollte ein derartiger Mehrheitsbeschluss nicht zustande kommen und sich die Hausverwaltung weigern, die Kosten zu refundieren, könnte der aufgewendete Geldbetrag von der Eigentümergemeinschaft auch gerichtlich eingefordert werden. Ein Schadenersatzanspruch gegen die Hausverwaltung ist nur dann denkbar, wenn dieser Anspruch nicht erfolgreich geltend gemacht werden kann.

 

Was darf der Verwalter?

Donnerstag, 30. Juli 2015 um 18:00 Uhr

GdW Beraterin RA Mag. Sigrid Räth in der Kleine Zeitung

Die Hausverwaltung hat, ohne uns zu fragen, Sträucher setzen lassen, die wir angeblich auch bezahlen müssen. Ist das wirklich rechtlich in Ordnung? Uns wäre es lieber, die vielen Birken, die wir haben, durch andere Bäume zu ersetzen, weil viele Bewohner Allergiker sind.

Dazu führt die Rechtsanwältin Sigrid Räth von der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer aus: Der Verwalter kann im Rahmen der ordentlichen Verwaltung Entscheidungen treffen und die damit verbundenen Kosten aus dem Vermögen der Eigentümergemeinschaft abdecken. Das Ersetzen von Sträuchern gehört eindeutig zur ordentlichen Verwaltung. Wenn die Miteigentümer die Birken durch andere Bäume ersetzen wollen, ist es dazu erforderlich, einen Mehrheitsbeschluss zu fassen. Dazu sind die Formerfordernisse der Beschlussfassung einzuhalten (Verständigung aller Miteigentümer und Einräumung einer Äußerungsmöglichkeit), der Beschluss ist in der Folge zu verlautbaren und kann beim zuständigen Bezirksgericht angefochten werden. Die Anfechtungsfrist beträgt in Angelegenheiten der ordentlichen Verwaltung einen Monat, in Angelegenheit der außerordentlichen Verwaltung (z. B. Veränderungen) drei Monate.

 

Reparatur der Wasserleitung

Samstag, 25. Juli 2015 um 08:43 Uhr

GdW Beraterin RA Mag. Sigrid Räth im Immo-Kurier

In einer Mietwohnung gilt folgendes: „Ist die Leitung kaputt oder geht von ihr eine Gesundheitsgefährdung aus – zum Beispiel durch einen zu hohen Bleigehalt im Wasser, wie er bei veralteten Rohren vorkommen kann –, ist der Vermieter für die Behebung des Schadens zuständig“, sagt Sigrid Räth, Rechtsanwältin und Wohnrechtsexpertin der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer. Um die Behebung von Schäden im Inneren der Wohnung, wie eine tropfende Armatur oder eine rinnende WC-Spülung, muss sich der Mieter selbst kümmern.

Ein wenig anders ist die Situation zwischen einem einzelnen Wohnungseigentümer und der Eigentümergemeinschaft. Eine Gesundheitsgefährdung ist hier kein Grund für eine Erhaltungspflicht der Gemeinschaft. „Ein Bleirohr muss jeder Eigentümer auf eigene Kosten austauschen. Wenn aber die Leitung undicht ist, hat das eine Durchfeuchtung der Bausubstanz und damit einen schweren Schaden des Hauses zur Folge. Die Behebung eines solchen ist immer Sache der Gemeinschaft“, erklärt Räth.

Leider erkennt man einen Wasserrohrbruch oder eine Leck in der Leitung meistens erst dann, wenn man bereits den Wasserfleck an der Wand sieht. Sobald man Schaden bemerkt, sollte man ihn der Hausverwaltung melden – das gilt sowohl für Mieter als auch für Eigentümer. Die Verwaltung hat sich sofort um die Behebung des Schadens zu kümmern.

„Um zu vermeiden, dass eine defekte Leitung lange unentdeckt bleibt, sollte man den Hauptwasserhahn abdrehen, bevor man für längere Zeit auf Urlaub fährt“, sagt Sigrid Räth. „Achten Sie aber darauf, dass Sie den richtigen erwischen und nicht dem Nachbarn das Wasser abdrehen. In alten Häusern ist die richtige Zuordnung oft gar nicht so einfach.“

   

Ein außergewöhnliches Rechnungslegungsverfahren

Mittwoch, 24. Juni 2015 um 08:15 Uhr

 

Artikel lesen: Ein außergewöhnliches Rechnungslegungsverfahren

   

Stellungnahme zum Erbrechts-Änderungsgesetz 2015

Dienstag, 05. Mai 2015 um 07:11 Uhr

Der Gesetzentwurf zum Erbrechts-Änderungsgesetz 2015 sieht auch eine Änderung des Wohnungseigentumsgesetzes 2002 vor. Die GdW hat dazu wie folgt Stellung genommen:

   

Wohnrechtsnovelle 2015

Samstag, 13. Dezember 2014 um 08:48 Uhr

Die Wohnrechtsnovelle 2015 ist beschlossen. Thema sind die nicht im Grundbuch eingetragenen Zubehörobjekte und die Erhaltung der Therme. Den Bericht finden Sie unter http://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2014/PK1211/
Damit ist klar, dass kein Wohnungseigentümer seinen Garten oder Stellplatz bzw sonstiges Zubehör verliert, wenn im Grundbuch nur die Topnummer der Wohnung genannt ist.

Es ist zu hoffen, dass die große Novelle des Wohnrechts ebenso gut für die Wohnungseigentümer ausfällt. Wir werden weiter dran bleiben und Stellungnahmen abgeben, um Verbesserungen zu bewirken.

Hier lesen Sie unsere Stellungnahme zur vorangegangenen Regierungsvorlage.

Gesetzestext Wohnrechtsnovelle 2015

   

Wohnungseigentum: Fluch oder Segen?

Samstag, 10. Mai 2014 um 08:38 Uhr

Immer wieder erleben Käufer von Eigentumswohnungen böse Überraschungen und erkennen oft viel zu spät das Risikopotential ihrer Wohnung. Wir begleiten unsere Mitglieder auch in der Phase vor dem Kauf der Wohnung, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Weiterlesen: Gefangen in der Haftungsgemeinschaft

   

Thermische Sanierung

Montag, 03. März 2014 um 09:16 Uhr

 

Wenn sich Wärmedämmung nicht rechnet

Der Weg zu günstigen Heizkosten ist teuer ...

Weiterlesen: Thermische Sanierung

 

Fundstellen zum Thema Wärmedämmung/Thewosan in den GdW-Informationen: GdW-Informationen 3/2013 Seite 8f (Geförderte Sanierung mit Hindernissen); GdW-Informationen 1/2012 Seite 10 bis Seite 12 (unter anderem: Entscheidung des Obersten Gerichtshofes vom 25. August 2011, 5 Ob 210/10h); GdW-Informationen 3/2011 Seite 14 (Beschluss für Thewosan-Finanzierung nicht rechtswirksam zustande gekommen); GdW-Informationen 2/2011 Seite 9 (Wohnfonds Wien) und Seite 13 (Thewosan-Beschluss für rechtsunwirksam erklärt ); GdW-Informationen 4/2010 Seite 1f (Thewosan – derzeit in aller Munde).

   

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